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Zuberec / Slowakei 2005

Mama und ich haben auf der Schlittenhundmesse in Völklingen Saarland (siehe Bericht) ein Wochenende im schönen Ort Zuberec in der westlichen Tatra gewonnen.

Für ein Wochenende erschien uns die Fahrt (knapp 700km) etwas zu weit, also beschlossen wir, einfach zu verlängern.

Dienstag 06.12.05

Wir, das waren Mama, Assinivit und ich fuhren also am Nikolaustag gen Osten. Nach einem kurzen Stop beim MC Donalds, bei dem wir uns mit Irene Plank vom ÖSHS trafen, saustenwir weiter Richtung Slowakei. An der Grenze teilte uns der nette Mann vom ÖAMTC mit, dass wir noch mindestens 6 Stunden Fahrt vor uns hätten. Es war bereits 14 Uhr und wir fuhren dann auch gleich los. Als wir auf der Autobahn durch Bratislava durch waren, begann es zu schneien. Die Strassen waren jedoch gut geräumt und so kamen wir die Strecke bis vor Zilina ganz gut durch. Die einzuhaltende Geschwindigkeit von 130km/h auf der Autobahn in der Slowakei war kein Problem, da wir aufgrund des heftigen Schneeregens sowieso nur maximal 100km/h fahren konnten. Zwischendurch legten wir auch Stops für Assi ein. Die restliche Strecke war sehr glatt und ging durch sehr viel Wald, so dass wir die Maximalgeschwindigkeit auf 50-60 km/h drosseln mussten.

Etwas müde aber glücklich kamen wir gegen 19 Uhr im Hotel Primula an. Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und bezogen mit Assi und ihrer Transportbox unser Zimmer. Nach einem kurzen Spaziergang mit Assi gingen wir zum Abendessen. Wir waren zu dieser Zeit die einzigen Gäste, doch wir wurden sehr verwöhnt. Nach einem reichhaltigen frisch zubereiteten Abendessen fielen wir auch wir dann sehr müde ins Bett.

Mittwoch 07.12.05

Beim ersten Morgenspaziergang mit Assi fanden wir den frischen Aufbruch einer Hirschkuh, was natürlich für Assi ein besonderes Erlebnis war. Sie brachte ihre Nase gar nicht mehr vom Boden weg. (Wir passten natürlich auf, dass sie nichts fraß). Danach begaben wir uns schnell zum Frühstück, da wir anschließend die Gegend zu Fuß erkunden wollten. Das Frühstück schmeckte herrlich und wurde mit sehr viel Liebe zubereitet und serviert.

Anschließend machten wir bei Schneefall einen 3,5 stündigen Spaziergang, bei dem wir zum ersten Mal im Hellen die wunderschöne Gegend sehen konnten. Assi durfte nach diesem ausgiebigen Spaziergang in ihrer Box (das war ihre geliebte Höhle) im Zimmer ausruhen, während Mama und ich in den Ort Zuberec fuhren um uns das Örtchen mal anzusehen. Es ist ein kleiner, aber feiner Ort, mit einer sehr schönen Kirche. Im Coop-Markt wurde uns bei den Preisen ganz warm ums Herz und die nette Dame aus der Touristinfo gab uns noch einige Wandertips. Leider war in Zuberec zu wenig Schnee, da es an diesem Tag erst zu schneien begonnen hat, somit waren auch noch keine Langlaufloipen gespurt. Es war uns jedoch egal, da die Gegend auch sehr zum Wandern einlud. Als wir wieder ins Hotel kamen, war es auch bereits Zeit zum Abendessen und wir wurden wieder einmal fürstlich mit frisch gekochtem Essen verwöhnt.  An diesem Tag schmückten die Angestellten des Hotels das ganze Hotel weihnachtlich. Der Hotelchefin konnten gar nicht genug getrocknete Zitronenscheiben an den Ästen hängen und deshalb bekam sie von uns auch gleich den Spitznamen „Zitron“. Wir hatten an diesem Abend sehr viel Spaß mit den Angestellten, die zwar nicht viel deutsch sprachen, aber sich mit uns durch Gesten sehr gut verständigen konnten.

Donnerstag 08.12.05

Assi wollte heute ausschlafen und blickte uns nur kurz an, als wir zum Frühstück gingen. Um halb elf traten wir dann unsere am Vortag ausgesuchte Tour an. Wir gingen von Sindlovec den Rohaczka Dolina entlang um uns auf 1300 Höhenmetern den Bergsee anzuschauen. Leider war an der dortigen Berghütte Schluß, da der Touristenweg hier vom 01.11.-15.06. zum Schutz des Wildes gesperrt ist. Wir machten im sehr tiefen Schnee noch einige Aufnahmen und gingen dann wieder bergab. Auf halber Strecke ging noch ein weiterer Weg zu einer Sehenswürdigkeit weg, zum Wasserfall. Den wollten wir dann wenigstens sehen, wenn uns der Bergsee schon nicht haben wollte, und machten uns auf den Weg dorthin. Leider waren aufgrund der mittlerweile gefallenen Schneemassen die Wegmarkierungen nicht mehr zu erkennen uns wir drehten nach einer Stunde wieder um. Nach 4,5 Stunden trafen wir müde aber zufrieden wieder im Hotel Primula ein. Nach Aussagen der Hotelangestellten waren wir nicht mehr weit vom Wasserfall entfernt. Nach einer kurzen Ruhepause im Zimmer begaben wir uns wieder zum Abendlichen Festmahl. Es ist wirklich eine Freude, wie man sich dort um jeden einzelnen Gast mit viel Mühe kümmert.

Freitag 09.12.05

Heute sind wir den ganzen Vormittag mit Assi unterwegs gewesen und sie hat sich leider bei einem zu heftigen Sprung im Tiefschnee Ihren Fuß, der bereits ein wenig angeschlagen war, wieder leicht vertreten. So blieb sie mit uns heute den Nachmittag über im Zimmer und wir „schonten“ uns alle drei ein wenig. Gegen Abend trafen wir in der Bar auf Slovakische Radfahrer, die uns auf ihrem Laptop Fotos von ihrem Ausflug zu ihren Freunden nach Polen zeigten. Hier konnte man spätestens merken, dass die Bevölkerung hier sehr gastfreundlich ist. Das Abendessen war wie immer traumhaft und anschließend bekamen wir von unserem Lieblingskellner noch Plätzchen serviert. Wir tranken noch etwas Wodka und verschwanden dann in unserem Zimmer.

Samstag 10.12.05

Das vorletzte Frühstück war angebrochen und es war wiederum sehr gut. Heute ging es Assi´s Fuß wieder gut und wir machten eine lange ausgedehnte 3,5 Stunden Tour und achteten darauf, dass sie nicht wieder in den Tiefschnee hüpfte. Assi war richtig gut drauf und scherzte ausgelassen mit uns. Wer Assi kennt, der weiß, dass sie normalerweise sehr scheu ist und das letzte worauf sie in der Fremde Lust hat, scherzen ist. Aber es gefiel ihr wohl so gut, dass sie all ihre Hemmungen fallen ließ. Am Abend war eine Weihnachtsfeier einer Firma in „unserem“ Hotel. Es waren tschechische, slovakische und polnische Mitarbeiter, die hier ihre Feier abhielten. Da es keine kleine Firma ist, waren wir überzeugt davon, dass die Feier im deutschen Firmensitz mit Sicherheit anders abgelaufen ist. Die Angestellten hier machten viele lustige Spiele und man konnte direkt den Teamgeist länderübergreifend spüren. Auch wir waren sehr schnell in diese Weihnachtsfeier integriert. Ein slovakisches Musherpärchen war ebenfalls eingeladen und wir unterhielten uns einige Zeit mit ihnen. Sie ließen uns die slovakische Köstlichkeit aus Wildpflaumen verkosten. Einfach nur lecker. Sehr müde vielen wir relativ lange nach Mitternacht ins Bett

Sonntag 11.12.05

Heute standen wir um halb neun auf und ließen uns das letzte Frühstück vor der Heimreise noch einmal schmecken. Nachdem wir alles in unserem Skoda verstaut hatten, gingen wir mit Assi nochmal ihre Lieblingsstrecke und sie hüpfte dann ebenfalls in Ihre Box. Wir verabschiedeten uns noch von allen Angestellten, die uns in dieser kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen waren. Wir versprachen auf jeden Fall im Sommer oder Herbst wieder zu kommen, da wir ja auch noch eine Rechnung mit dem Bergsee und dem Wasserfall offen haben.

Wir fuhren gegen 11 Uhr los und waren nach einer stressfreien Fahrt kurz nach 19 Uhr daheim.

Das Resumee:

Es waren wirklich unglaublich schöne Tage in einer der schönsten Landschaften. Die Gastfreundschaft ist super und „unser“ Hotel Primula wird uns auf jeden Fall wiedersehen.

Ein Dank nochmals an den Bürgermeister von Zuberec, der diese Reise zur Schlittenhundemesse 2005 zur Verfügung stellte und natürlich an Karl-Heinz Raubuch, der die Messe organisierte und uns so die Möglichkeit zu diesen Traumtagen gab.

Der größte Dank aber gilt der Mannschaft im Hotel Primula: ihr seid die Besten!

© by Bine

© by Bine

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