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Tag 1 Am Montag, 16.08.04 fuhren wir (Anni mit Gipsbein & ich) um 6 Uhr morgens mit unserem kleinen blauen "Skoda-Wohnmobil" los in Richtung Norden. Es sollte ein Urlaub mit Besichtigung unserer eventuell neuen Heimat werden und ich hatte mir vorgenommen im Inarisee in Finnland zu baden. Das Wetter war herrlich. Wir hatten Sonnenschein, die Strassen waren frei und aus unserem Auto drangen laute "ABBA" Klänge mit unserem "traumhaften" Gesang dazu. Wir fuhren zügig durch. Aber ab Neubrandenburg ging so gut wie nix mehr. Stau,Stau, und nochmals Stau. Das Wetter passte sich der Verkehrssituation an. Es goss wie aus Eimern. Um 17.15 Uhr waren wir am Fährhafen Mukran auf Rügen angelangt und hüpften gerade noch in die "Sassnitz", die um 17.45 Uhr pünktlich ablegte. Das obligatorische "Smörgås med Räkor" gehört für uns genauso zum Fährefahren, wie das Verzocken minimaler Cent Beträge. Die kurze Überfahrt war ruhig. Um 21.40 Uhr berührten die Räder unseres kleinen Skodas endlich schwedischen Boden! Stressfrei (wie das in Sverige so üblich ist) fuhren wir noch 50km Richtung Göteborg. Wir suchten eine Raststelle und bereiteten uns erstmals in diesem Urlaub das Schlaflager in unserem "Wohnmobil". Chippog warnte uns noch telefonisch vor nächtlichen Dieben, die im Süden gern ihr Unwesen treiben und Autos und Wohnmobile von schlafenden "Touris" ausräumen. Es hängen auch an allen Rastplätzen Warnschilder in sämtlichen Sprachen! Tag 2 Nach einer Nacht, in der wir super geschlafen haben machten wir uns am 17.08. auf den Weg zu Chippog. Dort angekommen wurden wir herzlich empfangen. Wir ratschten bis 14.00 Uhr, machten noch ein "AB-Bayern meets AB-Schweden"-Foto und düsten dann weiter Richtung Norden. Wir entschieden uns diesmal eine Strecke westlich des Vänerns zu nehmen und zwar die Strasse 172. Das Wetter war an diesem Tag wieder einigermassen schön. Um 17.30 jedoch kam in Bäckefors ein gewaltiger Wolkenbruch, bis das Wasser ca. 10cm auf der Strasse stand und schäumte. Wir fuhren bis Gustafsfors, wo wir auf einem Campingplatz alte Bekannte (Fam. Sperber) aus der Schlittenhundeszene mit ihren Vierbeinern trafen. Der nicht zu grosse Campingplatz liegt in mitten einer Seenlandschaft, in der man lt. Aussagen der Gäste super angeln und auch Kanufahren kann. (Boote gibts direkt am Campingplatz zu mieten). Die Seenlandschaft ist auch für grössere Kanutouren geeignet. Wir fuhren mit unseren Freunden kurz auf Elchsafari, mussten jedoch nicht weit fahren, denn direkt auf dem Zufahrtsweg zum Platz stand ein Elchbulle im Wald. Leider wars zum Fotografieren schon zu dunkel. Auf der restlichen Safari (ca. 15 min.) zeigten sich noch 1 Elchkuh mit 2 Kälbern, sowie eine Elchkuh alleine. Nach einem gemütlichen Abend verschwanden wir wieder in unserem "Wohnmobil", wo uns die auf´s Dach trommelnden Regentropfen gut einschlafen liessen...... Tag 3 Am Morgen des 18.08. bei frischem Wind testete ich den See im Bezug auf seine Wärme. Es sollte auf jeden Fall eine gute Vorbereitung für mein Vorhaben im Inari-See sein, so viel zur "Temperatur des Sees"! Hier wäre der König zur Königin geworden! Gegen 10.45 fuhren wir wieder weiter Richtung Norden. Eine Pause legten wir mittags am Rastplatz Nils Holgersson (Nähe Sunne) ein und verspeisten unsere Reste vom Vortag! Nach den ersten 1914 km unserer Reise war es Anni leid, immer nur daneben zu sitzen und sie wurde sooooo lästig, bis ich sie eine Fahrprobe mit Gips machen ließ. Was sich im Nachhinen aber als ein Fehler rausstellte, denn somit durfte ich die nächsten 100 km nicht mehr ans Steuer. Vor der Stadt Mora wechselten wir, da man in der Stadt ja die Kupplung öfters betätigen muss und der Gips nach unserer Heimreise ja abkommen sollte!!!! In Mora zeigte das Thermometer angenehme 18 Grad, es regnete aber, wie es auch die nächsten Tage bleiben sollte. Nach einigen kurzen Schauern durften wir unterwegs herrliche Regenbogen beobachten. Wir kauften den Essensvorrat für den Abend ein. Es sollte ein Abend mit "Eierbacken a´la Ollidi" werden!! Auf einem kleinen aber gemütlichen Rastplatz in Lorås fielen wir mit unserem "Wohnmobil" ein. Ausser uns war noch ein Schwede mit Zelt und Fahrrad anwesend. Er hatte von Mai bis zu diesem Tag bereits weit über 5000km mit dem Rad durch Schweden hinter sich. Er war super drauf und wir unterhielten uns noch einige Zeit mit ihm. Das "Eierbacken" mit den guten frischen schwedischen Krabben und unserem über 10 Jahre alten Benzinkocher war wieder ein Gedicht und nach der einen oder anderen Dose "Norrlands Guld" suchten wir unseren bequemen und komfortablen Schlafplatz auf, wo uns auch gleich die Augen zu fielen! Tag 4 Um 7 Uhr am nächsten Tag, 19.08., wollte ich unser Frühstücksgetränk bereiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit unserem guten Kocher, bei denen der Schwede wörtwörtlich meinte "Du liebst wohl die Gefahr", brachte ich das Teil nach einiger Zeit endlich zu Brennen. Ich stellte fest, dass aus der Dichtung etwas Benzin austrat, was ich mit Zewa bei brennendem Kocher versuchte immer wieder abzuwischen. Ging wohl nicht ganz so wie ich wollte, und das Zewa fing erwartungsgemäss Feuer zusammen mit meiner Hand. Blitzschnell schüttelte ich das brennende Tuch von mir weg und wollte den mittlerweile komplett brennenden Kocher mit unserem Teewasser löschen... ... Was dazu führte, dass anschliessend nicht nur der Kocher brannte, sondern auch die Benzinlache auf dem Boden einschliesslich meiner Schuhe. Somit stand ich im Feuerring, was Mama schnell bemerkte - "Du brennst"!!!! Mit einem gezielten Kick, der uns bei der WM aus dem Schneider gebracht hätte, trat ich den Kocher voll ins Tor (Bach) . Nach dieser Aktion kam auch der Schwede grinsend wieder hinter der Unterschlupfhütte hervor und bot uns an, für uns Wasser zu kochen. Mit Dank nahmen wir dies an und lachten noch stundenlang darüber! Tatüüü Tataaa, der Schuß von mir war doch sonnenklar!! Wir verabschiedeten uns von dem netten Schweden, wünschten uns gegenseitig eine gute Reise und versprachen in Verbindung zu bleiben. Kur vor Strömsund kamen wir an einem heftigen Unfall vorbei. Es war ein Mann mitten in einer kleinen Ortschaft an die einzige Laterne gefahren! Zum Glück nur Blechschaden! Kurz vor Hoting jagte mich Mama wiedermals vom Steuer weg und ich musste mich auf den undankbaren Beifahrerposten setzen. Wir hatten 14 Grad und natürlich wieder Regen. Kurz vor Arvidsjaur haben wir die ersten Rentiere dieses Urlaubs gesehen. Wir wollten im Gasthaus "Kitajaur" (54km vor Jokkmokk auf der E45) noch Rentier essen (wir kennen das Gasthaus schon von unseren letzten Reisen), es hatte aber leider "Stängt". Wir würden es bei Heimfahren nochmal versuchen! Um 16.00 Uhr überquerten wir den nördl. Polarkreis bei einer Temperatur von 13,5 Grad und bewölktem Wetter mit Schauern. In Porjus schmissen wir uns einen dieser leckeren schwedischen Hamburgare inne und lasen die Wettervorausschau in der dortigen Tageszeitung. An diesem Tag erfuhren wir von Dorsch1 , dass er mit Volker Dapoz abgesprochen hatte, mit uns einen Tag in Nordnorge auf Grossfischfang zu gehen (ich wollte eigentlich einfach nur überhaupt mal einen Dorsch fangen, in Hitra konnte ich "nur" Seelachse verhaften). Somit beschlossen wir, unsere Reiseroute zu ändern und fuhren gleich weiter gen Norden. An der finnischen Grenze in Karesuando nahmen wir uns die erste Hütte dieses Urlaubs, um unserem Wohnmobil eine Nacht Ruhe vor uns zu gönnen. Die Hütte war sehr schön und günstig und wir zockten bis Mitternacht. Tag 5 Am 20.08. um 9 Uhr verliessen wir das warme Bett und frühstückten gut, während wir dem tobenden Sturm und dem Regen draussen zuschauten. Gegen 12 Uhr starteten wir über die finnische Grenze in Richtung Norden. Nach einiger Zeit entdeckte ich als Beifahrer eine Route, die ich schon vor über 10 Jahren mit dem Motorrad zum Kap gefahren bin. Also mussten wir die natürlich nehmen. Damals waren es einige km (40) Schotterpiste - heute waren es über 100 km reine Schotterpiste mit saftigen Schlaglöchern gewürzt. Nachdem es natürlich auch die ganze Zeit regnete, hatten wir eine geile Schlammpiste!Unser blaues Wohnmobil war mit einem grau-braunen lappländischen "Speziallack" überzogen welchen wir natürlich nicht entfernten!!! Um 16.30 erreichten wir mit knurrendem Magen den Ort Inari. Schockiert über die extrem hohen Preise in Finnland leisteten wir uns trotzdem ein leckeres Elch-Geschnetzeltes mit Potatismus. In einem benachbarten Geschäft entdeckte ich noch einen neuen "Schnarchzapfen" für Anni, da diese ihren vergessen hatte und seitdem jede Nacht zum einschlafen lästig war! Ich konnte leider meinen Plan mit dem Baden im Inarisee nicht verwirklichen, weil ich so vollgefressen war, und man bekanntlich mit vollem Magen nicht baden soll!! Naja, es kommt ja wieder auf jeden Fall wieder mal ein Urlaub, wo ich den Plan ausführen kann!!! Auf dem Weg Richtung Norge entdeckten wir viele Hinweissschilder auf Fischparasiten. Um 19.30 Uhr überfuhren wir die Grenze nach Norden, wo Anni im Auftrag von wodibo den norwegischen Boden küsste. Denn was einem aufgetragen wird, muss man auch halten!!! So sind wir Bayern. Bei der Ausübung des Auftrags hatte der Gips auch zum ersten Mal Kontakt mit dem skandinavischen Wasser........ Um 22.30 schlugen wir mit unserem "Skoda Wohnmobil" kurz nach dem Altafjord das Nachtlager auf. Es regnete (wie immer) und hatte angenehme 9,5 Grad! Tag 6 Um 9 Uhr weckte uns die Sonne, in dem sie ab und zu durch die dicke Wolkendecke blinzelte. Die Temperatur war auf 12,5 Grad angestiegen und wir brachen um 10 Uhr wieder auf Richtung Nor-Lenangen. Wir fuhren die Fjorde wieder südwärts und holten uns an den klaren Wasserfällen unsere Getränke. Auch Anni musste natürlich mit Gips das Wasser prüfen und de "geschundenen Beine" kühlen! Dann gings ab Richtung Skibotn und von dort aus beschlossen wir, uns Nor-Lenangen schon mal im Voraus zu besichtigen. Denn der Termin mit Volker war für den nächsten Morgen 9 Uhr angesetzt! Wir besichtigten zuerst mal den Hafen, der relativ klein und verkümmert war. In dieser Ecke gab es leider weder einen vernünftigen Schlafplatz für uns noch einen Campinplatz. Also fuhren wir wieder zurück nach Lyngseidet (ca. 50km), wo wir das letzte Campingplatzschild gesehen haben. Das Schild war noch da, jedoch kein Campingplatz weit und breit!!! In dem von aussen sympathischen "KRO" in Lyngseidet fragte ich nach einer Hütte, und stellte fest, dass keiner der Anwesenden Personen Schwedisch verstand, geschweige denn Englisch oder Deutsch.... Also man wollte nicht!!! Ein ca 85 Jahre alter norwegischer Mann mit Rauschebart, gab mir jedoch sein Handy mit einer Norwegerin dran, die mir für 400 Kronen eine Hütte anbot. Gleich in Svensbyn rechts rein!! Ok, also wieder retour Richtung Nor-Lenangen (ca.20 km). Wir haben EIN Haus gefunden, sind schon fast komplett eingezogen gewesen, da teilte uns die Vermieterin den Preis von 750 Kronen mit, was uns nach einem Moment des tiefen Schocks zur sofortigen Flucht veranlasste!!! Sie wollte noch auf 600 Kronen runter gehen, aber der Schock saß tief und mein Verhältnis zu Nordnorge war sehr getrübt Wir verstauten schnellstens unser Gepäck wieder im "Wohnmobil" und fuhren frustriert Richtung Nor-Lenangen. Kurz vor der Ortschaft fanden wir auf der linken Seite einen kleinen geteerten Streifen mit einer Feuerstelle nebendran. Das kam wie gerufen und wir steuerten da rein. Einer unserer mitgebrachten Einweggrills musste für´s "Eierbacken mit Krabben" herhalten! Das Feuer brannte, die Stühle und der Tisch standen und es begann wieder zu regnen.... Egal, ich wollte einen richtig gemütlichen Abend im "Freien" verbringen und baute die Plane unseres Hauszelts (das immer im Kofferraum lag) an die Fahrerseite unseres "Wohnmobils". Anni wurde angewiesen, die Türen der Fahrerseite nicht zu öffnen, da sonst Einsturzgefahr der kompletten "Gaststätte" bestand Anni bereitete den dazugehörigen Salat auf dem Beifahrersitz zu und setzte sich schliesslich auch noch in die Schüssel, worauf sich die leckere Salatmarinade auf den Beifahrersitz ergoss Der Tag war zum scheitern verurteilt und deshalb beschlossen wir, die auf der Fähre eingekauften Dosen mit ekelhaftem dänischen Bier zu vernichten!!!! Unter Fluchen auf Nord-Norge flog eine Dose nach der anderen aus unserem provisorischen Zelt raus Um 23.30 schlüpften wir in unser "Skodamobil" und hofften auf den nächsten Morgen mit schönerem Wetter, um wenigstens mit Volker rausfahren zu können. Nachdem Dorsch1 bereits von unserem traumatischen Erlebnis erfahren hatte, gab er Volker die nötigen Hinweise, dass wir vor Nor-Lenangen links im Gebüsch nächtigten. Plötzlich fuhr ein Auto heran. Es stieg ein nicht kleiner Mann heraus. Es musste Volker sein Volker und ich riss entgegen meiner vorherigen Warnungen die Fahrertüre auf, was zur Folge hatte, dass unsere provisorische Gaststätte in sich zusammen fiel! Nach einer kurzen Begrüßung im Regen (was Anni im Wohnmobil verschlief) packten Volker und ich alles im Schnelldurchgang zusammen und warfen es einfach ins Auto. Volker meinte noch, er müsse den "Berg Dosen" Fotografieren, hatte aber zum Glück keinen Apparat dabei!! Wir sind zu Volker aufgebrochen und waren um Mitternacht bei ihm im Quartier, wo Anni feststellte, dass ihre Krücken noch auf unserem vorgesehenen Schlafplatz lagen. Ich also wieder retour und war um 1 Uhr morgens wieder mit den Krücken zurück, wo sich mittlerweile Mama und Volker mit hochprozentigen Sachen unterhielten Der Abend dauerte noch bis ca. halb drei! Tag 7 Um 8.15 war aufstehen angesagt. Volker hat uns wunderbares Frühstück gemacht und mitgeteilt, dass das Wetter für die Ausfahrt ok ist! Um 9 Uhr sind wir mit Volker und seiner "Roten Rakete" rausgefahren. Anni war zum ersten Mal überhaupt auf dem Meer beim Angeln und ich tatsächlich schon zum zweiten Mal (nach Hitra). Ich fing den ersten kleinen Dorsch und für mich war dieser Trip jetzt schon ein Erfolg, denn das war das was ich wollte. Einfach nur mal einen Dorsch fangen. Ich küsste ihn und entliess ihn daraufhin wieder in sein Element! Mama fing dann den ersten richtig grossen Dorsch!!! Sie war einfach nur sprachlos. Wer sie kennt, weiss dass das eine Seltenheit ist. Auch dieser wurde wieder schonend released. Volker stellte uns seine super Ruten zur Verfügung und die Mäntel, die wir auf den Fotos anhaben, sind einfach nur normale Jacken von ihm!!! Mama fing ausser Dorsch auch noch Rotbarsche und einen Lumb. Mir haben sich die Seelachse wieder mehr zugetan. Einige wiesen Bißspuren auf, die nur von kapitalsten Dorschen oder eher noch von Heilis kommen konnten. Volker landete den grössten Dorsch des Tages, den er mir zum Fotografieren überreichte!!! ich war einfach nur stolz!! Alles was wir an grossen Fischen landen konnten, fingen wir übrigens mit Volkers "Seawavern", die ich für einen super Köder halte und die einfach herrlich zu fischen sind. Man spürt dabei jede Bewegung! Einfach traumhaft!!! Um 16.30 fuhren wir wieder an Land, da schlechtes Wetter aufzog und es dann doch merklich kühl wurde. Anni´s Gips hatte die komplette Zeit in einem Handtuch eingewickelt in einem gelben Sack gesteckt und war zum Glück einigermassen trocken geblieben. Wieder zurück an Land verwöhnte uns Volker mit heissem Tee und einem Imbiss!!! Volker brannte uns die Bilder, die er während der Ausfahrt von uns gemacht hatte und wir verabschiedeten uns mit einem fast weinenden Auge um 19.45 Uhr wieder Richtung Finnland! Tausend Dank nochmals an Volker für diesen herrlichen Tag und dafür, dass Anni jetzt auch mit dem Norge-Virus infiziert ist!!! Kurz nach der finnischen Grenze fielen mir die Augen zu und wir legten uns bei 4 Grad in unser "Wohnmobil". Tag 8 9 Uhr aufstehen und dann gleich los Richtung Schweden. Wir versprachen Volker am Abend vorher, wenn wir wieder schwedischen Boden erreichen, dann wird das Wetter in Nord Norge wieder besser. Wir wissen zwar nicht, ob es tatsächlich so war, aber wir erreichten schnell mein "Lieblingsland"!!!! Gegen 13.30 passierten wir den Polarkreis diesmal in südlicher Richtung. Um 14 Uhr waren wir endlich im Vildmarkcafe "Kitajaur" angekommen und verwöhnten uns mit Rentier und Eis mit heissen Moltebeeren! Nach einem kurzen Schwatz mit der Besitzerin, die wir schon aus den vorigen Urlauben kennen machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Süden. Das Wetter war zumindest bei uns noch nicht besser. In Sorsele gönnten wir unserem Wohnmobil wieder Rast und wir nächtigten in einer gemütlichen Hütte. Wir zockten wieder bis Mitternacht. Tag 9 24.08. wir haben nicht sehr gut geschlafen aber daraufhin in aller Ruhe gefrühstückt. Wir haben bis 16 Uhr unser vermeintliches neues Zuhause besichtigt und beschlossen, dass wir noch auf ein besseres Angebot warten sollten, und uns somit Bayern noch nicht gleich los wird! Wir sind wieder weiter Richtung Süden gedüst und haben nach einem Fahrerwechsel kurz vor Vilhelmina gegen 21.15 Uhr den gleichen Rastplatz, Lorås, wie beim Hochfahren erreicht. Obligatorisches "Eierbacken mit Krabben" (Oh, Olli, da hast Du was angerichtet) auf einem Einweggrill in der Unterschlupfhütte. (Den Kocher hab ich nicht mehr benutzt!! ) Wir sind relativ bald ins "Wohnmobil" geschlupft, da die Meeresluft vom Vortag ihre Spuren hinterlassen hat!! Tag 10 Der Morgen am 25.08. war gleich wie alle anderen - verregnet . Wir fuhren also den ganzen Tag südwärts, hauten uns in Mora bei Sibylla einen echt leckeren schwedischen Hamburger rein und fanden am Abend einen schönen Rastplätz am Vättern, wo wir in unserem "Skoda-mobil" eine ruhige Nacht verbrachten. Tag 11 Am 26.08. fuhren wir um 9.30 Uhr los Richtung Fähre nach Deutschland. Um 10.30 feierten wir die 15.000km des "Skodas" (knapp 2 Monate alt). Wir fuhren mit der "Nordö-Link"-Trucker Fähre von Malmö nach Travemünde. Die Kabinen waren super das Essen und die Getränke (alles im Fährpreis enthalten) gingen auch und der gesellige Abend mit den Truckern (endlich mal keine Touris) war super!!! Tag 12 Um 6 Uhr wurden wir durch laute Klopfgeräusche an der Kabinentüre geweckt. Das ist das Zeichen für die Trucker um aufzustehen. Wenn man sich nicht meldet, kommen die immer wieder!!! Also noch kurz unter die Dusche und ab zum (im Preis inbegriffenen) Frühstück!!! Eine kleine versteckte "Spuckaktion" vom Oberdeck (Volltreffer ) reduzierte meinen Ärger über einen "typischen Touri", der die LKW Fahrer und uns fast zur Weissglut gebracht hatte, auf ein Minimum und wir fuhren nach dem Anlegen auf dem direkten Weg nach Berlin Die Preise auf den deutschen Raststätten liessen uns wieder wissen, es ist vielleicht billiger aber man bekommt nicht mal die Hälfte der Menge als in Schweden, geschweige denn die Getränke gratis dazu!!! Naja, das ist halt Deutschland.. kurz vor 15 Uhr waren wir am vereinbarten Stammtischtreffpunkt in Berlin. Wir zockten noch etwas in unserem Wohnmobil und machten uns dann auf den kurzen Weg zur "Hechtsprung" Das wars von unserer wahnsinns-Tour nach Nordnorge.... ich hoffe es hat Euch genau so viel Spass gemacht, wie uns!!
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