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RENNEN 2008

Mauterndorf

Werfenweng

Annaberg

Angerberg

EM Donovaly

Mauterndorf vom 05.-06.01.08 ausgerichtet vom ÖSHS

Bernie und ich machten uns am 04.01. auf den Weg nach Mauterndorf. Die ganze Strecke überlegten wir, ob es dort wirklich ein Rennen geben kann, denn es sah nirgends nach Schnee aus. In Mauterndorf angekommen fanden wir durch die gute Ausschilderung auch gleich das Stake Out und schlugen dort unser Lager aus. Die Hunde genossen es richtig, seit über einem Jahr wieder auf einem Rennen zu sein. Ich hatte mich für die Kat. Skijöring gemeldet und war seit 2 Jahren auf keinem Langlaufski mehr gestanden. Das konnte ja lustig werden. Bei der Startnummernausgabe war es ein wenig lästig, dass ich mich trotz bereits vorbereiteter Chiplisten wegen der fehlenden Sprecherinfo nochmals hinten in der Schlange anstellen musste. Aber egal. Wir fanden in dem Gasthaus einen sehr netten Platz zusammen mit Bernd und Christa Sauerhöfer sowie Frans und Berit Weisscher. Der Abend verging viel zu schnell und schon war auch der erste Renntag da. Mama kam mit Manfred zum zuschauen und sie filmte mich, als ich die ersten Meter mit den Langlaufskiern am Stake Out probierte. War für alle Anwesenden sehr lustig. Nichts desto trotz brachte mich Bernie mit Chugamooc zum Start und wir sausten nur so über den flachen aber schönen Trail. Ich war sehr stolz auf Mooci, denn sie hatte doch nach ihrer OP einigen Trainingsrückstand. Der Trail war außerdem äußerst schwierig, da man aufgrund der Lichtverhältnisse kaum den Trail sehen konnte. Deshalb verfuhren sich einige Musher. Es war einfach ein Trail, auf dem man gute Leithunde brauchte. Nach nicht all zu langer Zeit kamen wir erschöpft (hauptsächlich ich) aber total glücklich (Mooci und ich) wieder ins Ziel. Bernie brachte ich dann am Mittag mit Assi und Digger zum Start und auch er meisterte den Trail mit Bravour. Ich hatte Assi schon lange nicht mehr mit so viel Spaß laufen sehen. Unser Fotograf Manuel war hier mit von der Partie und fotografierte wieder meisterhaft.
Am Nachmittag bat Peter Langguth um Hilfe von den Mushern, um den Trail noch mehr abzusperren und Schnee hineinzuschaufeln. Bernie und ich waren natürlich live dabei. Mama hätte auch gerne geholfen, sie blieb aber bei Manfred, der nicht allein bei den Hunden bleiben wollte. Bernie und ich waren bis zum frühen abend bei den Helfern dabei und gaben unser Bestes um den Trail optimal herzurichten.
Am Abend ging es zum Musherabend in die Burg Mauterndorf, wo wir mit Johann Lingier und seiner Frau am Tisch saßen. Später kam noch Carina Hagenstein mit Freund hinzu und es wurde ein lustiger langer Abend in der Burg. Das Essen war sehr gut und auch die Schnäpschen.... Die Startlisten für den nächsten Tag wurden verteilt und ich sah, dass ich nur 8 Sekunden Rückstand auf Maria Steffelbauer hatte und nahm mir vor, am nächsten Tag noch schneller zu sein.
Bernie hatte einen Vorsprung auf Sepp Brugger von 1,5 Minuten und diesen wollte er natürlich am nächsten Tag weiter ausbauen.
Nach einer Nacht mit Fönsturm war am nächsten Tag vom Schnee leider nicht mehr viel über und der zweite Tag musste abgesagt werden. Die Ergebnisse blieben demnach so.

Es war ein sehr schönes Rennen und wir möchten uns besonders bei Peter Langgut und Klaus Bäumel bedanken, die dieses Rennen ermöglich haben. Wir sind im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei!!!!

Werfenweng 12.-13.01.08 ausgerichtet vom SSB

Am 11.01. sauste ich mit Bernie und den drei Hunden die kurze Strecke bis nach Werfenweng. Dort angekommen fanden wir gleich ein nettes Plätzchen und bauten unseren Stake Out auf. Am Abend holten wir unsere Startnummern und ratschten mit einigen Leuten bis um halb zehn abends. Gemeinsam liessen wir die Hunde noch einmal heraus und verkrochen uns dann in unsere Schlafsäcke. Am ersten Renntag kam Mama am vormittag schon an um uns zu helfen. Ich war wieder für Skijöring gemeldet nur diesmal mit Assi. Ich stellte mich auf ein gleiches Abenteuer wie im letzten Jahr ein, wo Assi sich an einem Kinderwagen schreckte und ich mindestens 15 Minutan aus dem Starbereich raus brauchte. Aber diesmal sollte es anders sein und Assi lief sehr brav mit mir über den traumhaften Werfenwenger Trail. Super ausgeschildert und mit reichlich Schnee versehen machte es wirklich Spaß die kleinen Anstiege zu meistern (was für mich ja schon fast Berne waren, dank meiner Kondition). Glücklich und zufrieden kamen Assi und ich nach 42 Minuten wieder im Ziel an. Bernie startete am Nachmittag mit Chugamooc und Digger und meisterte seinen Trail in 32 Minuten. Mama machte mir dann noch eine große Freude und holte Christian von daheim ab, was für mich eine große Überraschung war. Am Abend saßen wir wie jedes Jahr im Gasthaus Seealm und genossen die gute Küche. Leider begann es zu regnen und deshalb beschlossen wir im Wohnwagen den restlichen Abend zu verbringen, was auch sehr lustig war.

Am nächsten morgen zeigte ich Christian die Gröni-Welpen von Bernd Sauerhöfer, worauf er sich sofort in alle verliebte. Leider waren sie aber schon verkauft. Ganz besonders freute ich mich, nach sehr vielen Jahren einmal wieder einmal Horst Klank getroffen zu haben.
Der zweite Renntag verlief für Bernie und mich schneller als der erste und wir konnten beide unsere Zeiten verbessern. Die Platzierung blieb jedoch gleich.
Das Rauskommen aus dem Stake Out war jedoch nicht leicht und nahm einige Stunden in Beschlag.

Es war jedoch wie immer ein super Rennen mit einer guten Organisation. Franz Stadolka vielen Dank für die Mühe, die Du Dir jedes Jahr machst und wir hoffen, wir sehen uns zum Rennen und vielleicht sogar zur WM im nächsten Jahr in Werfenweng wieder.

Annaberg vom 19.-20.01.08 ausgerichetet vom BSSC

Wir überlegten lange, ob wir uns die 300 km bis nach Annaberg antun sollten, aber bei den Schneeverhältnissen im letzten Jahr waren wir dieses Jahr froh um jedes Rennen. Also machten Bernie und ich uns auf den Weg um nach 4 Stunden Annaberg zu erreichen. Auf diesem Rennen haben wir vor vielen Jahren unsere Sheena gesehen und beschlossen, sie zu uns zu nehmen, sowie unseren ersten Danler-Gatt Schlitten von Wolfgang Wienecke gekauft. Allein deshalb war dieses Rennen für uns etwas besonderes. Wir wurden sogleich freundlich empfangen und nahmen unseren Platz neben Christiane und Ingo Biewald ein. Am Abend holten wir unsere Startnummern in einer Skihütte, zu der wir mit Shuttle-Autos gebracht wurden. Es war hervorragend organisiert. Nach dem “Hunde-rauslassen” saßen wir mit Ingo und Christiane noch bei uns im Wohnwagen auf das eine oder andere Gläschen und wir redeten über die alten und neuen Zeiten. Es wurde dann schnell spät und wir schliefen schnell. Am morgen dachte ich, ich sehe nicht richtig. Es war ein Sturm und es schüttete wie aus Kannen. Bei diesem ekligen Wetter wollte ich mich auf keine Fall auf den Weg auf den Joachimsberg mit Langlaufskiern machen. Nachdem ich von mehreren Seiten Spaßhalber als “Edel- oder Schönwettermusher” bezeichnet und mir versprochen wurde, der Regen hört bis zu meinem Start auf, änderte ich meine Meinung und war nun natürlich wieder aufgeregt. Assi war am Start sehr ruhig, da endlich einmal keine Lautsprecheranlage und wenig Zuschauer waren. Nach einem halben Kilometer änderte sie jedoch ihre Meinung und wollte wieder heim. Aber das kannte ich ja schon von ihr. Nciht nachgeben ist da die Devise. Irgendwann machts dann wieder “klick” im Kopf und sie läuft brav voraus. Leider kosten diese Späßchen enorm viel Zeit. Der Anstieg auf den Joachimsberg war für mich schlimmer als alles andere, aber aufgeben wollte ich natürlich nicht. So überholten uns alle B1 Musher und ein Teil der C1 Musher. Ich hatte schon den Gedanken, dass Bernie nun auch gleich überholen würde....
Nach über einer Stunde erreichte ich total erschöpft aber mit einer glücklichen Assi vorne dran das Ziel. So konnte ich Bernie noch rechtzeitig zum Start helfen. Er brauchte für seinen Trail nur 28 Minuten und war hier noch an erster Stelle.
Der Musherabend war im Gasthof Schachinger und wir hatten jede Menge Spaß.
Am zweiten Renntag wurde für die großen Gespanne und Skijörer die Strecke verkürzt, da sich auf Grund des Regens gefährliche Stellen gebildet hatten. Ich war froh, denn so musste ich nicht mehr über den Joachimsberg hoch. Die anderen Hügeln genügten für mich. Bernie fuhr wieder die gleiche Strecke, hatte jedoch kurz nach dem Start Pech, da ein anderes Gespann am Rande stand und in der Schräglage der Schlitten kippte. Es ging jedenfalls alles gut und Bernie konnte sich den zweiten Platz noch ohne Probleme sichern.

Es war ein sehr schönes Rennen. Mir gefiel besonders die Ruhe am Start. Das Musheressen war vom Feinsten und die Stimmung auch. Éin dickes Dankeschön an die Organisatoren!! Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr wieder in Annaberg!!

Leider war am ersten Tag ein bis zum heutigen Tag noch unbestätigter Vorfall am Trail und deshalb ist die unter Österreichs Mushern nach vielen Jahren endlich herrschende Einigkeit nun wieder in Gefahr. Ich hoffe jedoch, dass alle Beteiligten vernünftig reagieren und das wir uns alle unser Hobby vor Augen halten. Im Endeffekt wollen wir alle ja nur eines: Genug Schnee und Leute, die Rennen organisieren.

Deshalb mein Aufruf an ALLE: Vertragt Euch untereinander und seid froh, dass wir noch Schnee haben. Hetzereien und daraus entstehende Sanktionen sind nicht der richtige Weg um Schlittenhundesport zu betreiben!!! (Das ist meine persönliche Meinung)!!!!

Angerberg vom 26.-27.01.08 ausgerichtet vom RSSC

Ein neuer Rennort und nicht so weit weg von uns, da müssen wir hin. Der Weg war reine Autobahn und wir waren schnell dort. Sehr freundlich wurden wir empfangen und bauten unseren Stake Out sogleich auf. Die Startnummernausgabe war in einer kleinen aber sehr urigen Fischerhütte und wir freuten uns, wieder viele bekannte Gesichter zu treffen. Das Rennen war sehr hochkarätig besetzt. Einige Welt- und Europameister waren dabei.
Wir verbrachten den Abend mit Manuel unserem Fotografen sowie Berit und Frans Weisscher und Christa Sauerhöfer. Nach dem Hunde-Rauslassen beschlossen einige, nochmal in die Fischerhütte zu gehen. Ich hielt mich zurück, denn ich sollte ja am nächsten Tag auf den Skiern stehen können. Bernie, Karl und Andy blieben bis zum Schluß in der Hütte.....
Der erste Renntag wurde von Moderator Roland Bürger eröffnet und es waren bereits viele Zuschauer da. Ich startete mit Chugamooc kurz nachdem Mama mit Christian angekommen war. Die beiden waren bei diesem Rennen mit dabei, was mich sehr freute. Als ich ins Ziel kam, startete gerade Bernie mit Digger und Assi, deshalb verhielt ich mich sehr ruhig beim Zieleinlauf um seinen Start nicht durcheinanderzubringen. Bernie war bei seiner Zielankunft nur 42 Sekunden hinter Sepp Brugger, was mich bei dem flachen Trail etwas wunderte. Als er im Ziel stand, sah ich auch was passiert war. Der Brush Bow vom Schlitten war bei einem Überholmanöver gebrochen, nachdem ein Malamute in Bernies Gespann gesprungen war. Der Hund hatte jedoch Glück und ihm war nichts passiert.
Der Musherabend sollte eingentlich ein Buffet sein mit einem Countryabend. Das Buffet fiel aus und es gab von der Speisekarte. An eine Nachspeise war nciht zu denken, deshalb versprach Christian Bernd & Christa Sauerhöfer leckere Eispalatschinken in Rauris! Die zwei Bedienungen waren mit der Anzahl der Gäste total überfordert und zum Teil nicht sehr freundlich. Mir kam vor, als wären die Musher nicht so arg gerne gesehen in diesem Hotel, denn die Countryband wartete bis 21.15 bis sie mit der Musik anfing, also genau dann wenn die Musher zusammenpacken und ihre Hunde rauslassen müssen. Kaum waren wir um halb zehn draußen, strömten die Countryfreunde auf die Plätze und die Bedienungen wurden angeblich schneller und freundlicher. Naja, was solls, wir hatten dann auch noch im Wohnwagen und beim Spaziergang durch den Stake Out unseren Spaß. Am zweiten Renntag war ein gewaltiger Fönsturm auf dem Trail und Chugamooc hatte keine Ambitionen schnell zu laufen, was mir aber nichts ausmachte, denn auch mir setzte dieser Wind stark zu. Bernie kam mir kurz vor meinen Zieleinlauf bereits entgegen und ich konnte sehen, dass auch Assi nicht begeistert war, von den warmen Stürmen.
Es reichte bei Bernie dann letztendlich für Platz zwei mit nur einer Minute Rückstand auf Sepp Brugger. Bei mir war es wieder der dritte Platz. Die Siegerehrung fand in der Tennishütte nahe dem Stake Out statt und endete mit einer Verlosung.

Ich möchte mich erstmal bedanken bei Bernd Sauerhöfer, der sofort bereit war, Bernie seinen Schlitten zu leihen!!!!

Der nächste Dank gilt Manuel Hahn unseren tollten Fotografen. Es wird in kürze hier Fotos geben!!!!

Weiters gilt ein großer Dank an die Organisation. Es wie immer ein super Rennen, wie immer, wenn es vom RSSC organisiert wird. Ein kleiner Anstoß fürs nächste Jahr sollte sein, dass für den Musherabend ein anderer Platz gefunden wird, bzw. die Anzahl der Bedienungen erhöht wird und die Musik bereits für die Musher spielt.

FISTC EM Donovaly/Slowakei 07.-10.02.08

Seit 1996 sind wir selbst aktiv an Schlittenhunderennen dabei und die ganzen Jahre schwärmten verschiedene Musher von der tollen Rennatmosphäre in Donovaly. Dieses Rennen war für unsere Begriffe immer zu weit weg. Doch dieses Jahr zur EM konnte ich Bernie überreden, dass wir dort hin fahren. Unser Ziel war es, an allen drei Tagen starten zu können und nicht dem Zeitlimit zum Opfer zufallen.
Am Mittwoch 05.02. trafen wir uns um 3 Uhr morgens mit Sepp und Romana Brugger an der Autobahnraststelle Salzburg Nord. Wir fuhren dann gemeinsam bis zur Raststelle Göttelsbrunn hinter Wien. Dort liessen wir die Hunde kurz aus den Boxen und trafen noch weitere Musher. Zu acht fuhren wir dann im Konvoi weiter bis Donovaly. Wir erreichten pünktlich um 12 Uhr mittag den Stake Out, wo wir endlich Schnee vorfanden. Wir suchten uns einen Platz bei den deutschen Mushern und freuten uns, den Platz neben Horst Klank und Doghandler Onno ergattern zu können. Onno half uns sogleich Schneeketten aufzuziehen, nachdem ich mit dem Terrano im aufgeweichten Schnee hängen geblieben war. Die Ketten drauf und schon war der Wohnwagen einrangiert. Kurz abgehängt und gleich noch den Wohnwagen von Horst auf den richtigen Platz gestellt, was für unseren Terrano mit Ketten kein Problem mehr war. Nachdem der Stake Out aufgebaut und die Hunde versorgt waren, aßen auch wir ein paar Würstchen. Am Nachmittag kam auch noch Bernd Sauerhöfer und parkte sich auch ganz in die Nähe, was uns auch sehr freute. Den Abend verbrachten wir in geselliger Runde bei Horst im Wohnwagen und Onno und ich beschlossen am nächsten Tag mit einem Samojeden (Ole) und Assi den Trail zu inspizieren.
Der Abend wurde etwas länger und am nächsten morgen herrschte Sturm und Schneegraupel. Püntklich um halb zehn standen Horst und Onno vor der Türe un holten mich zum Spazierengehen ab. Ich wollte eigentlich bei diesem Wetter gar nicht raus und war wie immer nicht vorbereitet. Aber schnell war ich angezogen und habe Assi  aus der Box geholt. Wir versuchten Anfangs neben dem Trail zu gehen, was uns aber bei der ersten Skipistenauffahrt nicht mehr gelang. So beschlossen wir, einfach am Hotel vorbei auf der Strasse zu gehen. Oben angekommen konnten wir eine Abfahrt sehen, die sich gewaschen hatte. Wir waren beide froh, diesen Trail nicht fahren zu müssen. Nach 1,5 Stunden waren wir wieder am Stake Out zurück. Assi sah von der Farbe aus wie Ole, so voll Schnee war sie. Es war ein wunderschöner Spaziergang! Danke Onno und Ole (und Horst für den kurzen Verzicht auf seinen Doghandler ;-)
Nach der Tierarztkontrolle und allen Checks (Die Physiotherapeutin hattte es Digger seeehr angetan) war am späten Nachmittag das Essen im Holzhaus traumhaft gut und sehr billig. Um 19 Uhr startete die Eröffnungszeremonie der EM. Es war sehr feierlich. Franco Manato begrüßte die besten Teams jeder Nation und wünschte ein gutes und faires Rennen. Eine Theater-Makenshow rundete die Eröffnungszeremonie vor der Haupttribüne ab. Die musikalische Unterhaltung mit Knocking on heavens door auf slowakisch war bestens. Die Helikopter Flugshow hätte ich jetzt fast vergessen. Einfach nur Wahnsinn, was man im Dunkeln mit einem Helikotper alles machen kann.... Nach der Eröffnungszeremonie feierten wir noch mit Familie Lippusch Claudias Geburtstag und gingen dann zu Bett, damit wir am ersten Renntag fit sind.
Am Freitag sollte der erste Start sein. Ich war nicht mal nervös, ich musste ja auch nicht starten. Als ich vor dem Wohnwagen stand und auf die Straße schaute zog sich mein Hals zu. Ein schwarz gekleidetedes etwas mit einer (vermeintlichen) Sense in der Hand war das, was mich erstarren lies. Das schwarze etwas kam direkt auf uns zu. Ich hatte in diesen Minuten wirklich Todesangst. Als er dann näher kam, sah ich, dass es ein verkleideter Mann war, mit einem schwarzen Umhand und einer rieser Ratsche in der Hand. Er war sowas ähnliches, wie ein Maskottchen, wie wir später feststellten. Mama und ich waren pünktlich um neun Uhr bei Berit Weisscher und halfen ihr mit ihrer Pulka an den Start, anschließend war ihr Mann Frans dran, dem wir mit seinem offenen Team mit 12 Hunden ebenfalls halfen. Als Berit wieder im Ziel war und wir sie mit ihren Hunden und Skiern sicher am Wohnwagen abgeliefert hatten, war unser nächster Starter Bernd Sauerhöfer mit seinen 6 wundervollen Grönländern. Mama und ich waren stolz, ihm helfen zu dürfen. Kaum war Bernd aus dem Start gefahren, waren wir schon bei Franz Stadolka, dem Züchter von Digger, um auch ihn sicher zum Start zu geleiten. Als wir im Start auf Bernd warteten blieb uns fast die Luft weg, als er an der Abfahrt, die man vom Ziel aus sehen konnte, mit dem Schlitten umkippte und der Schneeanker über seinem Kopf kreiste. Kaum im Ziel krümmte er sich auch schon vor Schmerzen, es hatte seine Rippe wieder erwischt, die bereits bei der Ankunft in Donovaly geprellt war. Aber eines konnte man deutlich sehen: Die Rippe verursachte heftige Schmerzen, aber das Pedalen liegt Bernd wohl schon im Blut. Der Fuß bewegt sich trotzdem!! Alle Achtung!! Als Bernd und Franz wieder im Ziel waren ging es zur nächsten Hilfe zu Horst Klank und seinen 4 wunderbaren Samojeden. Auch er kam super aus dem Start raus. Jetzt setzte sich langsam die Nervosität durch und wir führten nach einiger Zeit Digger und Chugamooc zum Start. Bernie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und startete wie immer souverän.  Mama war nervös, da es an der Kurve bereits mehrere Musher vom Schlitten geworfen hatte. Aber Bernie meisterte auch diese Situation bravourös und kam k.o. aber zufrieden ins Ziel. Er war war an neunter Stelle und keine Gefahr drohte ihm wegen des Zeitlimits. Da waren wir sehr stolz auf Bernie und die 10,5 jährige Hündin Chugamooc, die sich mit dem 5 jährigen Digger super arrangierte. Am Abend gingen wir wieder zum Essen in das Holzhaus und Bernd, Horst und Onno kamen nach. Wir hatten einen riesen Spaß mit “hölkyn kölkyn” und “kippis” (Prost auf finnisch) sowie den roten Laserkugelschreiber, den Manfred den beiden geschenkt hatte. Nach dem Hunderauslassen fielen wir alle todmüde ins Bett.
Der zweite Renntag begann wieder genauso wie der erste: Berit, Frans, Bernd, Franz und Horst und dann war Bernie wieder an der Reihe. An diesem Tag war der Trail sehr tief und es war sehr warm. Chugamooc schonte sich am Trail und sah sich einfach mal die schöne Gegend an. Egal, hauptsache Bernie kam wieder sicher ins Ziel. An diesem Tag waren auch sehr viele Zuschauer am Rande des Trails und auch im Start-Ziel-Bereicht standen sie dicht gedrängt. Die Organisation war super und die Zuschauer kamen nicht auf den Trail und auch keine freilaufenden Hunde waren zu melden. Die Polizei sicherte die Straße und der Stake Out war gegen Zuschauer mit Gittern gesichert. Am Start war die Lautstärke für die Hunde super, es wurde in ruhigem Ton herunter gezählt und es war einfach kein Geschrei am Start. Es war ein ganz wundervolles Rennen. Am Abend war dann Musherabend im Zelt angesagt und unsere beiden zur Verfügung stehen Dolmetscher Michal und Leuka brachten uns am Nachmittag die Eintrittsmarken. Mittlerweile hatte sich bei uns im Wohnwagen eine Grippe breit gemacht, die Mama und mich ganz schön zu schaffen machte. Aber den Musherabend ließen wir uns von niemandem, auch nicht von der Grippe versauen. Gegen 18 Uhr gingen wir gemeinsam mit Bernd, Horst und Onno zum Musherabend und fanden einen passenden Platz, nicht zu laut, nicht zu weit weg. Das Essen war in diesem Jahr besser als in den letzten Jahren (ich behauptete nur wegen uns.... ;-)). Wir hatten eine super Stimmung und tanzten sogar auf den Bänken. Als dann so gegen 10 noch Bernds und mein Wunsch erfüllt wurde und die Donovaly Hymne nochmal erklang sangen wir nochmal kräftig mit und gingen anschließend wieder die Hunde rauslassen. Schade, dass manche Leute es nicht verstehen, dass man mit auch mit anderen Leuten einfach Spaß haben kann...... So ging dieser zweite Renntag zu Ende.
Am drittten Renntag standen Mama, Bernie und ich mit extremer Grippe (Bernie sogar mit Fieber) auf. Wir “doghandelten” trotzdem wieder unsere übliche Runde und brachten wie immer Bernie gut zum Start. Wir dachte, er würde wegen des Fiebers nicht starten. Aber wer Bernie kennt, der weiß, dass ihn nicht mal Fieber aufhalten kann, mit den Hunden unterwegs zu sein. Er meisterte den Trail wider gut und war überglücklich aber sehr k.o. als er wieder im Ziel war. In der Endwertung reichte es dann zu Platz 8 und das Zeitlimit konnte ihm nicht ein mal gefährlich werden. Alle Achtung vor seiner Leistung und der Leistung der Hunde.

Wir verpackten an diesem Nachmittag trotz Grippe fast alles bereits fertig zum Abfahren und gesellten uns dann mit den anderen Teilnehmern zur Siegerehrung. Diese war wieder sehr feierlich und alle “Treppchen-Plätze” wurden auf der Bühne geehrt. Manche mit Hunde, manche ohne Hund. Aber bei vielen Mushern, die ihre Hunde auf der Bühne dabei hatten, konnte man sehen, dass die Medaille, die für den Musher bestimmt war, ohne Umschweife an die Hunde weitergereicht wurde, was für den Dank stehe, den die Musher ihren Hunden entgegenbringen. Schließlich sind sie die größten Athleten. Der restliche Abend wurde nochmals in geselliger Runde beim Holzhaus verbracht.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die für das super Gelingen und für die super Stimmung bei diesem Rennen beigetragen haben.

Bernie: wir sind super stolz auf Dich!!!!!
Chugamooc und Digger: ihr seid die Größten!!!!
Assinivit: Du konntest nicht mitlaufen, bist aber trotzdem super!!!!
Anni: Wie immer, ohne Dich wäre es nicht so toll gewesen!!!
Bernd, Horst und Onno: Ihr seid super Kumpels, vielen Dank für Eure tolle Stimmung!!! Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder!!!
Franz: Danke, dass Du den tollen Digger gezüchtet und uns überlassen hast!!!

OH OH OH DONOVALY GO   - Wir kommen gerne wieder

© by Bine

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