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Bericht von Bernie
Das Rennen in Prägraten bei Matrei in Osttirol zeichnete eines aus, nämlich brutale Kälte und nur gesamt 18 Starter. Die Anfahrt zum Stake Out wurde für uns schon ein leichtes Problem, da wir am letzten Berg trotz Allrad im Schnee stecken blieben, so dass wir bei einsetzender Dunkelheit und Eiseskälte 50 Meter vorm Stake Out zum Kettenmontieren gezwungen waren. Die Startnummernausgabe fand in einem Gasthof im Ort statt. Es standen auch einige bekannte Namen darauf wie z.B. Sonja van Laar und Jürgen Stolz. Der Trail war eng, steil und kurvig, so dass eine O-Klasse nicht gefahren werden konnte und auch die A-Teams mit erfahren Mushern wie Sonja hatten in einigen Kurven liebe Mühe, auf dem Trail und Schlitten zu bleiben. In einer Abfahrt überholte ich Manfred Koch mit seinen Samojeden, was ohne Probleme von statten ging. Nun dachte ich, ich könnte unbekümmert ins Ziel fahren, da weder vor noch hinter mir jemand in Sicht war. Diese Einschätzung änderte sich aprupt, als ich den letzten Berg vorm Ziel vor mir aufragen sah und zu meinem Schrecken auch noch Franz Stadolka von hinten immer näher kam. Runter von Schlitten und hinterher gelaufen hatte ich das vermeintliche Ende des Anstiegs vor mir, als Franz so nah auffuhr, dass ich ihn wohl oder übel passieren lassen musste und dabei aber zur Sicherheit meine Hunde festhielt und auch Franz sein Team vorbei führte. Als ich dachte, ich hätte nun nach dem kniffligen Überholvorgang den Berg auch hinter mir, ging es nach ein paar Metern ebener Strecke erneut richtig steil bergauf. Egal, rauf muss man sowieso, es hilft ja alles nichts. Zu erwähnen wäre auch noch die letzte Kurve vor dem Ziel, die vor allem den Mushern grösserer Teams zum Teil ernsthafte Probleme bereiteten. (Was für die paar Zuschauer und Doghandler sehr amüsant war!! Anm. von Bine) Zum Musherabend gab es Käsespatzen und die Startlisten für den nächsten Tag. Die Nacht muss dermaßen kalt gewesen sein, dass der Kocher von Jürgen Stolz eingefroren war und wir ihm das Futter für seine Hunde im Wohnwagen erwärmten. Aber auch tagsüber auf dem Trail war es noch so eisig, dass die Hunde vom Hecheln eine leichte Reifschicht auf dem Fell hatten. Selbst bei mir war das Stirnband vom Schwitzen angefroren. Das Rennen ging am zweiten Tag ruhig zu Ende nachdem ich den Berg und die Zielkurve zum zweiten Mal bezwungen hatte. Eine gute Idee vom Organisator Peter Vent war, dass er auf die üblichen Pokale verzichtete, und stattdessen gravierte Cognacschwenker an die Musher verteilte.
Leider gibts von diesem Event keine Bilder. Sollte jemand welche im Archiv haben, bitte ich um Kontaktaufnahme.
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